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TV Bassenheim verteidigt den Titel

Bassenheim. Der HVR-Pokalsieger des Jahres 2015 ist auch der Titelträger 2016: Der TV Bassenheim setzte sich am Ostermontag beim Final-Four in eigener Halle durch und löste damit das Ticket für die 1. DHB-Pokalrunde.

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Die Oberliga-Handballerinnen des TV Bassenheim (schwarze Hosen) ließen im Pokal-Halbfinale nichts anbrennen: Gegen die eigene Reserve, die in der Rheinlandliga spielt, gab’s für die erste Garnitur des TVB ein 25:12. Noch deutlicher mit 25:8 setzte sich Drittligist Roude Léiw Bascharage gegen den HSC Schweich durch. Das Finale gewann Bassenheim gegen Bascharage mit 34:25.
Foto: Thomas Frey – Thomas Frey

Die Mannschaft von Trainerin Jessica Gerlach gewann das Endspiel dank einer starken zweiten Halbzeit verdient mit 34:25 gegen den Drittligisten Roude Léiw Bascharage. So deutlich verlief die Begegnung zunächst allerdings bei weitem nicht. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit – beide Teams gingen mit einem 13:13-Zwischenstand nach 30 Minuten in die Kabinen – fand der Gastgeber im
zweiten Abschnitt die bessere Einstellung zum Gegner und setzte sich peu à peu ab. Astrid Israel, Jana Schubert und Jennifer Schmitt gingen nun entschlossen voran, übernahmen Verantwortung und führten ihr Team zur Titelverteidigung.

Beide Mannschaften schenkten sich in der Karmelenberghalle nichts. In einer Begegnung mit einer ordentlichen Portion Härte und der einen oder anderen Nickligkeit ging es phasenweise heiß her. Die unerfahrenen Unparteiischen, die kurzfristig für das ursprünglich angesetzte Oberliga-erfahrene Gespann Gruber/Nitsche eingesprungen waren und erstmals eine Begegnung mit Beteiligung von oberhalb der Verbandsebene leiteten, hinterließen nicht immer den besten Eindruck. Die Zuschauer heizten die Atmosphäre zusätzlich an. Nach dem Geschmack von HVR-Geschäftsführer Hermann-Josef Häring war das des Guten entschieden zu viel: „Da waren Äußerungen dabei, die mit Sport nichts zu tun haben. Das warf leider ein schlechtes Licht auf die Veranstaltung.“

Im Bassenheim-internen Halbfinale behielt die später erfolgreiche Oberliga-Mannschaft gegen ihre eigene Reserve deutlich mit 25:12 die Oberhand. Auch der luxemburgische Vertreter aus Bascharage zeigte seinem Gegner in der Vorschlussrunde die Grenzen auf. Die „roten Löwen“ kanzelten den HSC Schweich mit 25:8 ab. Das kleine Finale entschied Bassenheims Zweitvertretung gegen Schweich mit 20:14 für sich. rwe

Quelle: Rhein-Zeitung (28.03.2016)
www.rhein-zeitung.de

Über TVB Markus

2 comments

  1. Ralf Seilheimer

    Liebe Frau Gerlach,
    Glückwunsch zum Pokalgewinn und „Hut ab“ für Ihren
    Kommentar. Sie werden vielen Vereinen aus der Seele
    sprechen. Wer sich ein wenig in der Szene auskennt,
    weiß wie’s läuft. Bascharage und die Miez sind Papa’s
    Lieblinge. Es traut sich nur keiner aufzumucken. Des-
    halb allerhöchsten Respekt für Ihren Vorstoß. Vielleicht
    macht es anderen Mut und es kommen noch andere
    Personen „aus der Deckung“. Augen auf HVR.

  2. Jessica Gerlach

    Liebe Zuschauer und Unterstützer der 1. Damenmannschaft des TVB, ich möchte mich als Trainerin, auch im Namen meiner Mädels, für euer Kommen und eure Unterstützung über die gesamte Saison hinweg und auch beim soeben gewonnenen HVR-Pokal bedanken.
    Ich nehme die derzeitige Berichterstattung im Rheinland (bezüglich der Ereignisse während des Pokalfinalspiels und die Aussagen des Vizepräsidenten H. Schumacher) zum Anlass um einige Worte zu schreiben. Bis zum heutigen Tag haben wir uns als Mannschaft zurückgehalten, jedoch aufgrund der Tatsache, dass in keiner einzigen Zeitung ein Zitat oder ein Kommentar der Siegermannschaft zu finden ist, wohl aber aller anderen Teams, finde ich es als angebracht, mich auf diesem Wege zu äußern.
    Mir scheint H. Schumachers Verhalten keineswegs neutral oder objektiv. Ein Mann in dieser Position und beim Final Four Turnier in Funktion des Vizepräsidenten des HV Rheinland, sollte an diesem Tag persönliche Affinitäten für sich behalten. Mit seinem Verhalten bezieht er klar Stellung gegen unseren Verein. Kommentare des Publikums werden als Aussagen Bassenheimer Zuschauer bezeichnet obwohl man sich über Publikum aus zahlreichen Vereinen des Handballverbandes freuen konnte, die den Weg nach Bassenheim gefunden hatten. Mit dem Rücken zu diesem Publikum und der gleichzeitigen Ablenkung durch den eigenen Versuch der Kontaktaufnahme mit den Schiedsrichtern im laufenden Spiel, finde ich diese Aussage gewagt. Scheint aber gleichzeitig seine offensichtliche Haltung gegenüber unserem Verein ganz deutlich herauszustellen. Der Verein und seine Zuschauer werden in der gegenwärtigen Presse in einem ganz schlechten Licht dargestellt und der sportliche Erfolg meiner Mannschaft bewusst in den Hintergrund gedrängt. Man gesteht Herrn Schumacher sicherlich auch Emotionen zu, nicht aber an diesem Tag, in dieser Funktion und schon gar nicht in diesem Ausmaß.
    Ich werde den Verdacht nicht los, dass man hier eindeutig versucht, durch gezieltes Streuen von Informationen zum Hergang des Finalspiels und gleichzeitigem vernachlässigen wichtiger, anderer Aspekte, Handball-Rheinland gegen uns aufzustacheln.
    Emotionen gehören zum Handball und erst recht in ein solches Finalspiel. Die Rivalität zwischen den beiden Mannschaften ist bekannt. Als vermeintlich neutraler Vizepräsident zu fordern Emotionen aus dem Spiel herauszulassen und zu munieren, dass meine Person und Alex die Mannschaft unnötig aufstacheln, passt hier ganz klar ins Bild. Ebenso der Kommentar „an eurer Stelle würde ich einfach mit Harz spielen“, vor dem Hintergrund, dass sich Bascherage im Nachteil sieht, ohne dieses Utensil, verdeutlicht seine Position.
    Niemand ist unparteiisch, Kommentare als Zuschauer sind selten rein objektiver Natur. Manchmal sind Äußerungen weder ganz angebracht, noch freundlich. WIR hier in Bassenheim sind aber ganz sicher nicht das, was man versucht aus uns zu machen. Man stellt jeden Zuschauer unter Generalverdacht.
    Und weil auch seitens Bascherage in der Presse die sportliche Fairness des TVB angeprangert wurde, möchte ich an dieser Stelle kurz schreiben:
    Es ist werder sportlich fair, dass euer Zeitnehmer den Zeitstrafenzettel von Christina Henn vor Ablauf der Strafe vom Tisch verschwinden lässt, noch dass ihr die Siegerehrung verlasst, während dem Sieger gratuliert wird.
    Wäre Herrn Schumacher neutral oder objektiv, hätte er auch diese Tatsachen erwähnt und dementsprechend gewertet.
    Zum Thema „verletzte Spielerin“: Ich denke niemand in der Halle, weder Zuschauer, noch Spielerinnen wünschen den sportlichen Heim- oder Gastakteurinnen eine Verletzung. Und zu erwarten, dass man aus 20 Metern Entfernung erkennt, wie schwer eine solche wiegt, wirkt vermessen.
    Wie schwer die Verletzung der gegnerischen Spielerin letztlich war oder ist, war in dem Moment des Geschehens aus meiner Sicht überhaupt nicht erkennbar noch nachvollziehbar. Spielverlauf und Emotionen (die zum Sport gehören!!!!) haben mich hier eindeutig mehr beschäftigt. Das heißt im Umkehrschluss nicht, dass man diese Verletzung hinnimmt oder bejubelt. Ich war in meiner aktiven Karriere zahlreiche Male selbst von schlimmen Verletzungen betroffen und wünsche so etwas NIEMANDEM! Und da spreche ich auch im Namen meiner Mannschaft.
    Abschließend beziehe ich noch einmal klar Stellung, Emotionen ja, Kommentare unterhalb der Gürtellinie gehören nicht in die Halle. Dies ist sicher aber kein regional einzugrenzendes Phänomen nur in Bassenheim. Seitens des Finalgegners und seiner mitgereisten Fans kam es auch zu verbalen Entgleisungen. Nur, weil man sie in einer anderen Sprache ausspricht, sind sie nicht weniger verletzend oder unsportlich. Man muss also feststellen, es ist definitiv kein Problem, welches Bassenheim allein hat, wie Herrn Schumacher es darstellt, sondern wohl eher ein moralischer, von der Herkunft unabhängiger Niveauverlust insgesamt.
    Der Vorstand des TVB hat sich inzwischen gegenüber Bascherage erklärt, weil niemand garantieren kann, dass alle Äußerungen einwandfrei waren, allerdings ist für ihn und uns die Angelegenheit damit erledigt und der Fokus sollte wieder auf den sportlichen Erfolg gelenkt werden. Es stehen dem Team noch drei schwierige Partien bevor, die es mit der gewohnten Unterstützung unseres heimischen Publikums möglichst erfolgreich zu bestreiten gilt.
    Sollte Herrn Schumacher noch Redebedarf sehen, stehe ich hierfür gerne zur Verfügung.