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Turnerschaft verteidigt den zweiten Platz

Bendorf/Bassenheim/Urmitz. Mit zwölf Toren Differenz hat die Turnerschaft Bendorf das Derby der Handball-Rheinlandliga gegen den TV Bassenheim für sich entschieden. Ebenso chancenlos wie Bassenheim war der SV Urmitz beim Tabellenführer SG Gösenroth/Laufersweiler.

TS Bendorf – TV Bassenheim 34:22 (17:11)

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Kaum zu bremsen war der Bendorfer Marco Lebernegg (am Ball) im Derby der Handball-Rheinlandliga gegen den TV Bassenheim. Beim 34:22-Sieg der Turnerschaft war er mit zwölf Treffern der erfolgreichste Schütze. Foto: Frey

Durch den klaren Erfolg hat die Turnerschaft den zweiten Tabellenplatz verteidigt, während Bassenheim jetzt wieder ein negatives Punktekonto verzeichnet. In der WRG-Arena zeigten die Hausherren von Beginn an, dass sie ihr Heimspiel unbedingt gewinnen wollten. Bassenheim konnte einen 0:2-Rückstand nach drei Minuten beim 2:2 noch egalisieren, doch dieses zwischenzeitliche Remis sollte das letzte knappe Resultat im weiteren Spielverlauf bleiben. Allerdings mussten die Gäste die Reise über den Rhein auch mit einem Miniaufgebot antreten.

Nach achteinhalb Minuten hieß es bereis 6:2 für Bendorf, und bis zur Pause baute die Turnerschaft ihre Führung bis auf 17:11 aus. Insbesondere im Bendorfer Angriff, in dem sich vor allem Marco Lebernegg (12 Tore) in Szene setzte, lief es wie am Schnürchen. Dennoch mussten sich die Bassenheimer zumindest in kämpferischer Hinsicht nichts nachsagen lassen, denn bis zur 43. Minute arbeiteten sie sich sogar nochmals bis auf 18:22 heran.

Nach 45 Minuten und einem 19:22 aus TVB-Sicht war dann aber der Akku leer. Drei weitere Bendorfer Treffer zum 25:19 für die Falken zogen den Gästen nun endgültig den Stecker. Die bisherige Gegenwehr der Bassenheimer versandete, und aus dem angestrebten achtbaren Resultat wurde doch noch ein Zwölfer-Päckchen, über das Bassenheims Trainer Michael Schröder meinte: „Bendorf war uns in allen Belangen überlegen und hat verdient gewonnen. Mit unserem Rumpfkader waren wir personell alternativlos. Trotzdem konnten wir ja bis zur 45. Minute den Rückstand mit vier Toren Differenz erträglich gestalten. Danach liefen wir aber auf dem Zahnfleisch und leisteten uns zu viele Ballverluste, die Bendorf zu einfachen Gegenstoßtoren nutzte. Das Spiel müssen wir jetzt schnell abhaken und nach vorne schauen.“

Auch Bendorfs Trainer Christoph Barthel wusste die Personalsituation des Gegners richtig einzuschätzen. „Bassenheim war ersatzgeschwächt, und so konnten wir mit Fabian Gerlach den einzigen torgefährlichen Rückraumspieler der Gäste mit einer Positionsverteidigung an die kurze Leine nehmen. Wir haben es bis Mitte der zweiten Hälfte ganz ordentlich gemacht, wenn auch teilweise zu hektisch, sodass Bassenheim bis auf vier Tore rankam. Aber nach einer Auszeit lief es dann flüssiger und schneller, sodass wir dann auch in dieser Höhe gewonnen haben“, sagte Barthel.

Bendorf: Boinski, Kunz – Lebernegg (12/4), Schaub (5), Dreidoppel (4), Gutfrucht (4), Litzmann (4/2), Engler (2), Acar (1), Becher (1), Kersten (1), Barreteau, Mohrs.

Bassenheim: Klapthor, Weyer – Gerlach (8/3), Israel (3), Oster (3), Stahl (3), Pieper (2), Buch (1), Kreuter (1), Sauer (1), Reick.

SG Gösenroth/Laufersweiler – SV Urmitz 39:27 (18:10)

Urmitz war beim Spitzenreiter in Rhaunen ohne Chance. Die Mannschaft von Trainer Igor Domaschenko legte einen Blitzstart hin, sodass bereits nach sieben Minuten ein 5:0 auf der Anzeigentafel stand, ehe Lars Pitzen den ersten Gästetreffer markierte. Insbesondere an der sehr offensiven SG-Abwehr bissen sich die Urmitzer, die allerdings auch auf Timo Hommen und Phillipp Majewski verzichten mussten, die Zähne aus. Das stockende Angriffsspiel führte dabei auch dazu, dass Urmitz einige Gegenstoßtreffer kassierte. „Wir hatten teilweise zu viel Respekt. Aber Gösenroth ist nun einmal das beste Team der Rheinlandliga, das hat sich auch im Spiel gegen uns gezeigt,“ konstatierte SVU-Trainer Zdravko Guduras. So war beim 18:10-Pausenstand die Entscheidung schon früh gefallen. Guduras sah keine Chance mehr und wechselte häufig. Was sich auf das Schlussresultat nicht mehr allzu dramatisch auswirkte. Wohl auch, weil sich die SG nach einem Zwischenspurt von 22:14 auf 26:14 mit diesem Abstand zufriedengab. „Wir hatten auch ein paar kleine Durchhänger im Spiel, aber die Abwehrleistung war stark, und zudem haben unsere Torhüter Marvin Martin und Jan Schneider das Torhüterduell klar gewonnen“, sagte Domaschenko. Derweil meinte Guduras: „Diese SG-Defensive ist schon eine große Hausnummer. Für uns war das eher der Probelauf für das wichtige Heimspiel am kommenden Wochenende gegen Welling. Da zählt es im Kampf um den Klassenerhalt, nicht heute.“

Urmitz: Flöck, Löcher; Pitzen (5), Devant (4), Eitelbach (4), Häring (4), Boos (2), Elmers (2), Gauss (2), Hoffend (2), Becker (1), Weber (1), Ohlendorf.

Von unserem Mitarbeiter

Harry Traubenkraut

Quelle: Rhein-Zeitung (13.02.2017)
www.rhein-zeitung.de

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